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Hellmuth

Forschung · 2026-09-16 · 1 Min.

Wer soziale Kränkung im Kopf verrechnet, trinkt später mehr

Ein subkortikales Fehlersignal entscheidet mit, ob aus erlebter Herabwürdigung ein Alkoholproblem wird.

Die in Addiction Biology publizierte Längsschnittarbeit verknüpft soziale Mistreatment-Erfahrungen mit späteren Trinkverläufen und moduliert diesen Zusammenhang über die Aktivierung subkortikaler Netzwerke bei der Fehlerverarbeitung. Wer bei eigenen Fehlern eine stärkere Antwort in tiefen Hirnstrukturen zeigt und zugleich soziale Herabwürdigung erlebt, driftet häufiger in problematisches Trinken. Die Kränkung allein erklärt wenig, die Neurobiologie allein auch nicht, erst ihr Zusammenspiel liefert die Trajektorie. Damit rutscht ein Faktor in den Vordergrund, den Präventionsprogramme bislang kaum adressieren, weil sie Kränkung als soziales Problem und Fehlerverarbeitung als klinisches führen. Die Trennung war immer eine Verwaltungsentscheidung, keine biologische.

Alkohol trifft nicht, wen es hart trifft, sondern wen es doppelt trifft.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1111/adb.70187

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