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Hellmuth

Forschung · 2026-09-17 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Weibliche Sorge zeigt sich im Kleinhirn

Ein fMRT-Preprint verortet die geschlechtsspezifische Anfälligkeit für schwere Sorgen bei älteren Menschen in konkreten Hirnregionen.

131 ältere Erwachsene durchliefen eine Sorgen-Induktion im Scanner, gefolgt von einer Neubewertungsaufgabe. Frauen zeigten stärkere Aktivierung als Männer im bilateralen Kleinhirn-Declive, im linken mittleren Okzipitalgyrus, im rechten Cuneus und im linken Precuneus. Männer griffen häufiger zur Unterdrückung und berichteten nach der Induktion niedrigere Sorgenwerte, während häufigere Neubewertung bei beiden Geschlechtern mit milderer Sorgenlast einherging. Die Arbeit ist ein Preprint auf medRxiv, nicht begutachtet, und behandelt eine Gruppe, in der Sorge klinisch mit zerebrovaskulärer und neurodegenerativer Last verknüpft ist. Wer die weibliche Sorgen-Prävalenz bislang psychosozial erklärte, bekommt hier eine anatomische Spur nachgereicht.

Sorge ist kein Charakterzug, sondern eine Schaltung mit Postleitzahl. Diese Postleitzahl liegt nicht dort, wo die Ratgeberliteratur sie vermutet.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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