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Hellmuth

Forschung · 2026-09-17 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Geruch im Schlaf verstärkt Traumatherapie

Ein Preprint auf medRxiv koppelt PTBS-Behandlung an olfaktorische Reaktivierung im Tiefschlaf und meldet beschleunigte Remission.

Traumafokussierte Psychotherapie soll maladaptive Erinnerungen umschreiben, scheitert aber bei einem erheblichen Teil der Betroffenen an mangelnder Konsolidierung. Die Autoren kombinierten eine Mechanismusstudie an Gesunden mit einem randomisierten Trial an PTBS-Patienten über zwölf Wochen, wobei ein während der Therapie präsentierter Duft nachts erneut in den Schlafraum abgegeben wurde. Bei Gesunden stieg die Slow-Wave-Aktivität, und eine stärkere Kopplung von langsamen Oszillationen und Schlafspindeln ging mit reduzierter emotionaler Erregung beim Abruf aversiver Erinnerungen einher. Patienten mit nächtlicher Geruchsreaktivierung berichteten weniger Wiedererleben und weniger negative Kognitionen, klinische Ratings bestätigten den Effekt, Response und Remission traten früher ein. Der Befund ist ein Preprint ohne Peer Review, die Fallzahlen sind begrenzt, und die Verblindung eines Geruchs im eigenen Schlafzimmer bleibt methodisch heikel.

Die Therapie endet nicht mit dem Sitzungsende, sondern mit dem Einschlafen. Wer das Gedächtnis heilen will, muss dort ansetzen, wo es nachts gebaut wird.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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