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Hellmuth

Forschung · 2026-10-05 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Weibliche Konnektivitätsmuster korrelieren mit Depressionsrisiko

Ein Preprint auf bioRxiv verknüpft die Nähe individueller Hirnvernetzung zu einem weiblich-typischen Muster mit Angst- und Depressionsdiagnosen, geschlechtsübergreifend.

Die Autorinnen und Autoren legten funktionelle Konnektivitätsdaten dreier Kohorten übereinander, Jugendliche mit Angst oder Depression, Kinder mit ADHS und Erwachsene mit therapieresistenter Major Depression. Sie prüften, ob die Ausrichtung des individuellen Konnektoms auf das weiblich-typische Muster, unabhängig vom biologischen Geschlecht, mit Diagnose oder Symptomschwere einhergeht. Das Ergebnis bestätigt die Hypothese für internalisierende Störungen und trennt sie zugleich vom ADHS-Profil, das einem anderen geschlechtstypischen Muster folgt. Flankiert wird der Befund durch Bezüge zu Sexualhormonen und zur Transkriptomik neurodegenerativer Erkrankungen, was die Autoren als Hinweis auf gemeinsame biologische Achsen lesen. Die Arbeit ist nicht peer-reviewed und arbeitet mit Querschnittsdaten, Kausalität bleibt offen.

Geschlechtsunterschiede in der Psychiatrie werden hier nicht länger demografisch verbucht, sondern anatomisch verortet. Das Konnektom wird zur Diagnosekategorie, bevor die Diagnose fällt.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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