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Hellmuth

Forschung · 2026-09-30 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Synthetisches Kainat zwingt das Epilepsiemodell zur Neujustierung

Ein Standardwerkzeug der Temporallappenepilepsie-Forschung liefert seit dem Lieferantenwechsel andere Ergebnisse als gewohnt.

Das intrahippocampale Kainat-Modell gilt seit Jahrzehnten als verlässlicher Weg, bei Mäusen chronische Anfälle und Hippocampus-Sklerose auszulösen. Kommerzielle Anbieter haben leise von natürlich gewonnenem auf synthetisches Kainat umgestellt, und ein Preprint auf bioRxiv, noch ohne Peer Review, zeigt, dass die alten Dosierungen damit nicht mehr passen. Fünfzig bis hundert Nanoliter bei zwanzig Millimolar, jahrelang Standard, treiben die Sterblichkeit hoch, während 200 Nanoliter bei fünf Millimolar sauber Anfälle und Sklerose erzeugen und die Tiere am Leben lassen. Zwischen den einzelnen Tieren blieb die Anfallsfrequenz stark streuend, unabhängig vom Protokoll. Wer in den vergangenen Jahren mit der alten Dosis publiziert hat, muss sich fragen, welche Substanz eigentlich im Fläschchen war.

Ein Modell ist nur so reproduzierbar wie die Chemie, die niemand mehr kontrolliert.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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