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Hellmuth

Forschung · 2026-08-05 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Suizidgedanken altern das Teenagerhirn messbar

Ein australisches Preprint verknüpft Suizidalität bei Jugendlichen mit einem strukturell älter wirkenden Gehirn.

Der biologische Zustand des Gehirns lässt sich aus MRT-Aufnahmen schätzen und mit dem Kalenderalter vergleichen; die Differenz heißt BrainAGE. Forscher der Longitudinal Adolescent Brain Study haben 135 Zwölf- bis Sechzehnjährige über 688 Messzeitpunkte in drei Profile sortiert, gebildet aus Distress, Wohlbefinden und Suizidgedanken. Wer in die Gruppe mit moderatem Leidensdruck und ausgeprägter Suizidalität fiel, überwiegend Mädchen, zeigte ein biologisch älteres Gehirn als Gleichaltrige ohne diese Belastung. Das Ergebnis stammt aus einem noch nicht begutachteten bioRxiv-Preprint mit vierzehn Personen in der kritischen Gruppe, eine Zahl, die jede belastbare Verallgemeinerung verbietet. Bemerkenswert ist eher, dass psychisches Leid im heranwachsenden Hirn eine morphometrische Signatur hinterlässt, die man messen kann.

Suizidgedanken sind kein Wetter im Kopf. Sie sind Verschleiß, sichtbar in Millimetern.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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