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Hellmuth

Forschung · 2026-08-07 · 1 Min.

Digitale Verhaltenstherapie gegen Trinkmenge

Alkoholabhängige, die keine Behandlung suchen, sind die größte und am schlechtesten erreichte Gruppe der Suchtversorgung.

Eine Machbarkeitsstudie in Alcohol, Clinical & Experimental Research prüft CBT4CBT, ein computergestütztes Programm für kognitive Verhaltenstherapie, an Personen mit diagnostizierter Alkoholgebrauchsstörung, die von sich aus keine Therapie beginnen. Zielgröße ist nicht Abstinenz, sondern die Reduktion schwerer Trinktage, also der Konsum jenseits der ohnehin schon großzügigen Grenzwerte. Das Setting umgeht die klassische Hürde der Suchtversorgung, nämlich den Gang in die Ambulanz mit Aktenanlage und Diagnosecode. Wer die Studie liest, ohne den Kontext zu übersehen, erkennt das eigentliche Ergebnis, denn eine Software auf dem Endgerät erreicht Menschen, die das Versorgungssystem seit Jahren nicht erreicht. Der Preis dieser Reichweite ist eine niedrigere Zielhöhe, weniger schwere Trinktage statt Nüchternheit.

Die Suchthilfe entdeckt die Schadensminderung, sobald sie skalierbar wird. Was am Bahnhof stigmatisiert war, wird als Feature verkauft, sobald es durch eine App läuft.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1111/acer.70383

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