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Hellmuth

Forschung · 2026-06-17 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Säuglings-EEG sortiert Kinder Jahre vor der Diagnose

Ein Preprint aus medRxiv koppelt neurophysiologische Profile aus dem siebten Lebensmonat an Temperament und psychische Auffälligkeiten mit sieben.

360 Säuglinge wurden im Mittel mit knapp acht Monaten per EEG vermessen und bis zum Schulalter begleitet. Statt einzelne Bänder gegen einzelne Symptome zu rechnen, bündelte die Gruppe spektrale Merkmale, periodische Leistung, Peakfrequenz und den aperiodischen Exponenten, über Bayesianisches Modell-Averaging mehrerer Clusterverfahren zu Profilen. Diese Profile trennten Jahre später Surgency, negative Affektivität und Selbstregulation, und zwar bevor klinische Bilder konturiert sind. Peer Review steht aus, die Stichprobe ist eine Community-Kohorte, kein Risikoregister. Wenn die Befunde halten, verschiebt sich die Frühpsychiatrie von der Symptombeobachtung zur Signalmessung.

Was als Temperament gilt, war schon im Säuglings-EEG lesbar. Diagnosen kommen nach, nicht zuerst.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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