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Hellmuth

Forschung · 2026-06-17 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Schizophrenie und bipolare Störung im fMRT

Ein Preprint testet, ob Ruhezustands-Hirnscans zwei Diagnosen trennen können, die klinisch ineinanderfließen.

Schizophrenie und bipolare Störung teilen das Symptom Psychose, und genau daran scheitert die Differenzialdiagnose im Alltag oft. Die noch nicht begutachtete Arbeit auf medRxiv vergleicht an 371 Erkrankten mehrere Auswertungsverfahren für Ruhezustands-fMRT, von zeitlichen Profilen intrinsischer Netzwerke bis zu statischen, dynamischen und höherstufigen Konnektivitätsmaßen, validiert an weiteren 315 Personen. Am besten trennte ein eindimensionales neuronales Netz, das direkt auf den zeitlichen Verläufen der Netzwerke arbeitete, nicht die aufwendigeren Konnektivitätsmodelle. Damit verschiebt sich die Frage weg von immer feineren Korrelationsmatrizen hin zu der schlichten Signalspur, die das Gehirn ohnehin sendet. Klinische Reife ist das noch lange nicht, aber die Richtung ist bemerkenswert nüchtern.

Die Psychiatrie sortiert seit hundert Jahren Etiketten und hofft, dass die Biologie nachzieht. Hier zieht sie zum ersten Mal hörbar mit.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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