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Hellmuth

Forschung · 2026-08-10 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Ohrclip gegen Angst

Ein Preprint testet Vagusnerv-Stimulation über die Ohrmuschel als Regler subjektiver Furcht und findet ein neuronales Korrelat im Stirnhirn.

Dreiundsechzig Probanden schauten zehn Minuten Horrorvideo, während eine Elektrode am Ohr entweder echte oder Scheinreize lieferte und fNIRS die Stirnhirnaktivität mitschrieb. Die Verum-Gruppe berichtete in vier Bedrohungsphasen weniger Furcht, darunter Fluchtszene und Suizidszene. Parallel dämpfte die Stimulation die Aktivität im medialen präfrontalen Cortex, jener Region, die Bedrohungsbewertung und Selbstbezug verrechnet. Ein Convolutional Net konnte aus dem Frontalsignal die Furchtkurve rekonstruieren, was den Effekt vom bloßen Selbstbericht ablöst. Die Arbeit ist ein Preprint auf medRxiv, nicht peer-reviewed, mit einer Fallzahl, die eher Signal als Beweis ist.

Wenn ein Ohrclip die Amygdala-Vorhut zum Schweigen bringt, verliert die Angsttherapie ihr Monopol auf das Gespräch. Elektroden sind billiger als Sitzungen, und der Nervus vagus kennt keine Kassenzulassung.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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