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Hellmuth

Forschung · 2026-08-10 · 1 Min.

Koffein, Schlaf, Depression: die Schleife wird vermessen

Koffeinkonsum als klinisches Muster rückt näher an die Suchtnosologie heran, wenn Schlaf und Stimmung ins Modell einziehen.

Eine Arbeit in Addictive Behaviors Reports rechnet Konsummotive, Koffeingebrauchsstörung, Schlafstörung und Depression in einem Netzwerk- und Strukturgleichungsmodell gegeneinander. Konsummotive führen nicht direkt in die Depression, sondern über den Umweg gestörten Schlafs, der als Scharnier fungiert. Die Koffeingebrauchsstörung, in DSM-Ausläufern lange randständig, erscheint hier als eigenständiger Knoten mit Anschluss an affektive Symptomatik. Wer trinkt, um wach zu bleiben, zahlt in einer Währung, die erst nachts abgebucht wird und morgens als niedergedrückte Stimmung erscheint. Was als Leistungsmittel firmiert, ist ein Kredit auf Schlaf, und Schlafkredite werden in Depression verzinst.

Koffein ist kein Wachmacher. Es ist die Verschiebung einer Rechnung, die niemand storniert.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1016/j.abrep.2026.100729

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