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Hellmuth

Forschung · 2026-10-06 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Negativ-Fokus als Regelkreis

Ein Preprint testet, ob sich die depressive Aufmerksamkeitsschleife im MRT-Scanner selbst entwaffnen lässt.

Depressive bleiben an negativen Reizen hängen, und zwar messbar: ihre Aufmerksamkeit kehrt zu bedrohlichen Gesichtern zurück, auch wenn eine neutrale Szene daneben liegt. Die noch nicht begutachtete medRxiv-Arbeit koppelt 48 Patienten in drei fMRT-Sitzungen an eine Echtzeit-Rückmeldung, die ihren decodierten Aufmerksamkeitszustand in die Bildopazität übersetzt. Wer am negativen Gesicht hängen bleibt, sieht es deutlicher werden, während die neutrale Szene verblasst, womit der innere Lapsus zur sichtbaren Konsequenz wird. Die Kontrollgruppe erhielt dasselbe Signal, nur entkoppelt von der eigenen Hirnaktivität, als geyoktes Sham. Primär gemessen wurde, wie lange die Probanden im tiefsten Negativ-Zustand steckenblieben.

Was lange als Stimmung galt, wird hier als Schaltung behandelt, deren Ausgang man zurück an den Eingang legt. Ob die Schleife draußen hält, entscheidet die Replikation, nicht der Scanner.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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