Forschung · 2026-09-06 · unter 1 Min.
Koffein wirkt anders im alternden Hirn
Die gleiche Tasse trifft mit fünfzig ein anderes Tier als mit zwanzig.
Eine Studie im Journal of Integrative Neuroscience hat männliche C57BL/6-Mäuse in zwei Altersgruppen mit Koffein konfrontiert und Physiologie, Verhalten sowie zirkadiane Genexpression vermessen. Die jungen Tiere reagierten in erwartbarer Manier, die älteren zeigten abweichende Verschiebungen in Uhrgenen und Aktivitätsmustern. Das bedeutet, dass die Standarddosis, die im jungen Organismus eine definierte Kaskade auslöst, im gealterten dieselbe Kaskade schräg stellt. Wer altert, verstellt sich die innere Uhr mit einem Reiz, den er seit Jahrzehnten für neutral hält.
Koffein ist keine Konstante, sondern eine Funktion des Alters, das es trinkt.
Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.31083/JIN46140