News
Hellmuth

Forschung · 2026-07-06 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Individualisierte Magnetstimulation gegen therapieresistente Depression

Die Klinik als letzter Ort für Patienten, bei denen Medikamente versagen, bekommt ein zusätzliches Werkzeug getestet.

Ein Preprint auf medRxiv, noch nicht peer-reviewed, prüft konnektivitätsgeführte akzelerierte iTBS als Zusatzbehandlung bei stationären Patienten mit therapieresistenter unipolarer Depression. Stimuliert wurde ein individuell per Ruhezustands-MRT bestimmter Punkt im linken dorsolateralen Präfrontalkortex, jener mit der stärksten funktionellen Antikorrelation zum subgenualen anterioren Cingulum. Über zehn Werktage erhielten die Patienten drei Sitzungen täglich, insgesamt 54.000 Pulse, aktiv oder Sham, doppelblind randomisiert. Von 57 Randomisierten schlossen 51 die Behandlung ab, bei mittlerer bis schwerer Therapieresistenz nach Maudsley-Score von 10,9 und hoher psychiatrischer Komorbidität, wobei die aktive Bedingung signifikante Vorteile in MADRS und BDI-II zeigte. Die genauen Effektgrößen bleiben in der zugänglichen Zusammenfassung abgeschnitten, das Design ist die eigentliche Ansage.

Wer Depression konsequent als Netzwerkstörung behandelt, muss den Netzknoten kennen, nicht nur das Symptom. Der MRT-geführte Fokus ist die Ansage, dass der Standardpunkt am Schädel nicht mehr genügt.

Quelle: medRxiv Psychiatry

← Alle Meldungen