News
Hellmuth

Forschung · 2026-07-06 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Schizophrenie lernt auch im Kopf schlechter

Ein Preprint verschiebt die Grenze des kognitiven Defizits von der Hand ins vorgestellte Bewegen.

Dreißig Patienten und vierzig Kontrollen absolvierten eine auditive Reaktionsaufgabe mit versteckter Wahrscheinlichkeitsstruktur, einmal als Bewegung, einmal als reine Vorstellung. Gesunde zeigten in beiden Bedingungen die typische Lernsignatur, Patienten nur schwach und unregelmäßig, besonders in der Vorstellung. Reaktionszeiten waren generell verlangsamt, was zur bekannten psychomotorischen Trägheit passt, ohne den Kernbefund zu erklären. Die Studie ist ein Preprint auf medRxiv, nicht begutachtet, mit kleinen Gruppen pro Zelle. Wenn sich der Befund hält, verliert das Motorikargument sein Alibi, denn auch die stumme Simulation lernt schlechter.

Schizophrenie greift nicht erst dort, wo die Hand die Taste trifft. Sie greift dort, wo das Gehirn die Taste erst denkt.

Quelle: medRxiv Psychiatry

← Alle Meldungen