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Hellmuth

Forschung · 2026-06-16 · 1 Min.

Gruppentherapie unterm Scanner

Eine Studie will messen, ob junge Trinker gemeinsam nüchterner werden, indem ihre Gehirne im fMRT synchronisieren.

Motivierende Gesprächsführung gilt als Standardwerkzeug gegen riskanten Alkoholkonsum, doch ob die Gruppe mehr leistet als das Einzelgespräch, ist offen. Das Protokoll koppelt zwei Probanden im sogenannten Hyperscanning-Verfahren, also zwei simultan laufende Kernspintomografen, die neuronale Gleichläufe zwischen Personen aufzeichnen. Untersucht werden Heranwachsende unter dem legalen Trinkalter in den USA, deren Konsum nach der Intervention über Monate erfasst wird. Geprüft wird die Hypothese, dass die Stärke der Hirnsynchronie zwischen Teilnehmern den späteren Rückgang des Konsums vorhersagt, eine Kennzahl also, die Therapeuten bisher nicht in der Hand haben. Bemerkenswert ist weniger das Ergebnis, das noch aussteht, als die Wette dahinter, dass Verhalten in der Gruppe an Gehirnen zweier Menschen ablesbar wird, bevor es im Alltag sichtbar ist.

Wenn Synchronie heilt, wird die Therapiestunde messbar. Was misst, wird abgerechnet.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1371/journal.pone.0349575

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