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Hellmuth

Forschung · 2026-06-16 · unter 1 Min.

Cannabis und Tabak zusammen kippen die Psychose-Statistik

In klinischen Hochrisikokohorten sagt der gleichzeitige Konsum von Cannabis und Tabak den Übergang in die Psychose voraus.

Die Arbeit untersucht Personen, die psychiatrisch bereits als gefährdet eingestuft sind, und vergleicht ihren späteren Verlauf nach Konsummuster. Wer beides nimmt, erkrankt häufiger manifest als wer nur eine der beiden Substanzen konsumiert. Die Einzelsubstanz-Debatte, die Cannabis isoliert verhandelt und Tabak als Beifang abtut, verliert damit ihre statistische Grundlage. Auffällig ist, dass die Kombination nicht als Summe zweier Risiken wirkt, sondern als eigene Größe, die Modelle bislang nicht abbilden. Die Forschung hat jahrzehntelang die falsche Frage gestellt.

Der Joint ohne Tabak ist keine Harm-Reduction-Pose, sondern eine biostatistische Hygienemaßnahme.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1038/s44220-026-00648-y

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