Forschung · 2026-07-11 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Frontales Theta-Beta-Verhältnis trennt Schizophrenie und Kontrollgruppe
Ein Preprint auf medRxiv misst kognitive Kontrolle in Schizophrenie nicht am Schreibtisch, sondern in Augmented Reality und mobiler Alltagsaufgabe.
Dreißig Erwachsene mit Schizophrenie und dreißig Kontrollen absolvierten ein EEG in Ruhe sowie zwei exekutive Aufgaben, eine visuomotorische AR-Herausforderung und eine geführte Alltagsroutine am Mobilgerät. Gemessen wurde das frontale Theta-Beta-Verhältnis an Fz und Cz, ergänzt um Reizantwort-Ereignisse auf Einzeltrial-Ebene. Beide Aufgaben hoben das Verhältnis gegenüber der Ruhemessung signifikant an (p < .001), was die Autoren als erhöhte Beanspruchung der Aufmerksamkeitskontrolle lesen. Auffällig ist, dass die Schizophrenie-Gruppe schon im Ruhezustand ein höheres Baseline-Verhältnis zeigte, bevor überhaupt eine Aufgabe begann. Die Arbeit ist ein Preprint ohne Peer Review, die Fallzahl klein und die Gruppen im Alter nicht exakt gepaart.
Wer Kognition in artifiziellen Testräumen misst, findet artifizielle Defizite. Das Interessante beginnt dort, wo der Proband aufsteht.
Quelle: medRxiv Psychiatry