Forschung · 2026-10-09 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Der Atem im REM-Schlaf verrät die Psyche
Eine Preprint-Studie findet den Marker für psychiatrische Belastung nicht in Herzschlag oder Hirnstrom, sondern im Atemrhythmus während des Traumschlafs.
An 59 männlichen Veteranen prüften die Autoren, ob die sehr langsamen Oszillationen im REM-Schlaf (rund 0,01 Hz) mit psychiatrischen Symptomen korrelieren. Teilnehmer mit mittlerer oder schwerer Schlafapnoe wurden ausgeschlossen. Nur die infralente Schwingung der Atemfrequenz lag bei stärker Belasteten höher, während Herzrate und Beta-Power im EEG kein Signal gaben; betroffen waren posttraumatische Belastung, Schmerz, Angst, Depression und kognitive Einbußen. Die klassischen Schlaflabor-Kennzahlen wie REM-Dichte, Latenz und Dauer blieben stumm. Da es sich um ein noch nicht begutachtetes Preprint an einer kleinen, rein männlichen Veteranenkohorte handelt, trägt der Befund keine klinische Last.
Die Psychiatrie misst seit Jahrzehnten das Falsche am REM-Schlaf. Die Belastung schreibt sich in den Atem, nicht in die Augen.
Quelle: medRxiv Psychiatry