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Hellmuth

Forschung · 2026-10-08 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Serotonin hält die Anstrengung in Spur

Im dorsalen Raphe-Kern laufen Mühe und Belohnung über getrennte Leitungen.

Ein Preprint auf bioRxiv, noch nicht begutachtet, misst per Faserphotometrie zwei Zelltypen im Nucleus raphe dorsalis, während Mäuse zwischen hoher Belohnung mit viel Aufwand und niedriger Belohnung mit wenig Aufwand wählen. Serotonerge Neurone feuern tonisch, solange das Tier bei der aufwendigen Option bleibt, und tragen damit kein Belohnungssignal, sondern einen Haltezustand. GABAerge Neurone reagieren erst nach der Anstrengung, auf das Ergebnis. Weder die eine noch die andere Population kodiert die reine Belohnungsgröße, erst die investierte Mühe hebt die jeweiligen Signale an. Was in der Alltagssprache als Willenskraft firmiert, zerfällt hier in zwei getrennte Schaltkreise mit klarer Arbeitsteilung.

Durchhalten ist kein Charakterzug, sondern ein tonischer Pegel. Wer ihn senkt, senkt den Menschen mit.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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