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Hellmuth

Forschung · 2026-08-11 · 1 Min.

Cannabis, Psychose, Gewalt

Ein Review in Frontiers in Psychiatry sortiert Kasuistiken und Evidenz zum Dreieck aus THC, Psychose und aggressivem Verhalten neu.

Die Debatte um Cannabis lief lange in zwei getrennten Spuren: hier die epidemiologische Assoziation mit Psychosen, dort die kriminologische Frage nach Gewaltdelikten unter Rauschmitteln. Der aktuelle Übersichtsartikel führt beide zusammen und legt Fallberichte neben Kohortendaten. Die Autoren beschreiben eine Sequenz, in der hochpotentes THC psychotische Episoden triggert, aus denen heraus Gewalthandlungen erfolgen, die ohne die Substanz schwer erklärbar wären. Wer jahrelang gehört hat, Cannabis sei die weiche Droge unter den weichen, findet in dieser Arbeit die klinische Gegenrechnung, geliefert in einem Fachblatt, das keine Prohibitions-Agenda führt. Die Legalisierungsdebatte hat damit ein Dokument, das sich schwerer wegräumen lässt als der übliche Reflex, solche Befunde als Einzelfälle abzutun.

Was als Freiheitsversprechen verkauft wurde, entpuppt sich in der Klinik als Risikoprofil. Und Risikoprofile verschwinden nicht, weil ein Markt sie ignoriert.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.3389/fpsyt.2026.1824748

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