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Hellmuth

Forschung · 2026-07-03 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Alkohol vor der Zeugung schreibt sich in die Nachkommen ein

Ein Preprint an Mäusen legt nahe, dass elterlicher Alkoholkonsum vor der Zeugung die Genaktivität der Nachkommen umschreibt, geschlechts- und gewebespezifisch.

Die Erblichkeit der Alkoholabhängigkeit liegt bei rund fünfzig Prozent, die klassische DNA-Sequenz erklärt davon nur einen Teil. Ein noch nicht begutachtetes Preprint auf bioRxiv setzte adulte Mäuse beiderlei Geschlechts fünf Zyklen lang chronisch-intermittierendem Ethanoldampf plus Trinkwahl aus und kreuzte sie zu Würfen mit väterlicher, mütterlicher oder beidseitiger Vorbelastung. Die Nachkommen selbst waren ethanolnaiv, ihr Blut und ihr medialer präfrontaler Cortex zeigten dennoch veränderte Transkriptome, die je nach exponiertem Elternteil, Geschlecht des Jungtiers und Gewebe unterschiedlich ausfielen. Analysiert wurden zusätzlich präimplantierte Embryonen alkoholexponierter Väter, in denen sich bereits Signaturen abzeichnen, die auf gestörten Stoffwechsel und Immunfunktion deuten. Väterliche Exposition war lange das bequeme Studiendesign, weil sie den Uterus aus der Gleichung nimmt, doch die Mutter zurück ins Bild zu holen verändert das Bild deutlich.

Vererbt wird nicht nur, was in der Sequenz steht, sondern auch, was die Eltern getrunken haben, bevor es sie als Eltern gab.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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