HELLMUTH · 2026-08-20 · 1 Min.
Zevia soll sich verkaufen lassen
Der Pionier der Better-for-you-Sodas wird von seinem eigenen Aktivistenaktionär zum Exit gedrängt.
Kanen Wealth Management fordert öffentlich den Verkauf von Zevia. Die Begründung ist bitter für eine Marke, die sich lange als Erfinderin der zuckerfreien Naturlimonade inszeniert hat: Zevia habe genau die Kategorie verpasst, die es mitgeschaffen habe.
Das ist der Kern des Vorwurfs. Während Poppi und Olipop mit Prebiotic-Sodas Milliardenbewertungen einsammeln und von Pepsi respektive strategischen Käufern umworben werden, dümpelt Zevia mit Stevia-Rezeptur und stagnierendem Umsatz im Regal. Die frühe Positionierung, ohne Zucker, ohne Kunstsüße, ohne Kalorien, war 2011 radikal. 2025 ist sie Grundausstattung.
Der Aktivist liest daraus die übliche Konsequenz. Wer die Kategorie definiert hat, aber ihre nächste Welle verschläft, ist als eigenständige Marke wertvoller im Portfolio eines Konzerns als an der Börse. Ein Verkauf würde die Restsubstanz monetarisieren, bevor die Prebiotic-Konkurrenz auch den Naturkost-Kanal vollständig übernimmt.
Bemerkenswert ist weniger der Ruf nach dem Verkauf als das, was er über die Kategorie sagt. Better-for-you-Soda ist erwachsen genug für Fusionen und zu jung, um Verlierer zu tragen. Wer Zevia gründete, wollte eine bessere Cola. Was daraus wurde, ist ein Übernahmekandidat mit Gründungsmythos.
Quelle: Food Dive