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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-08-28 · 1 Min.

Monster verdient schneller, als seine Brauerei verlieren kann

Der Energy-Drink-Riese wächst so kräftig, dass die eigene Alkoholsparte zum tolerierten Verlustposten verkommt.

Monster Beverage meldete für das zweite Quartal 2026 ein Umsatzplus von 20,8 Prozent, sauber herausgerechnet aus dem Alkoholsegment. CEO Hilton Schlosberg verkündete die Zahl am 6. August, und die Wortwahl verriet mehr als die Zahl selbst. Wer eine Sparte aus der Wachstumsstory ausklammert, hat sie bereits abgeschrieben, ohne es auszusprechen.

Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und behauptet sich gegen jüngere Konkurrenten wie Celsius, die den Energy-Drink-Markt eigentlich aufmischen sollten. Stattdessen skaliert der Platzhirsch weiter. Die Alkoholtochter, einst als Diversifikation ins Craft-Beer-Segment gedacht, ist zum Hausgeld geworden, mit dem sich risikolos verlieren lässt.

Das Muster ist branchentypisch. Konzerne kaufen sich in einen schrumpfenden Alkoholmarkt ein und finanzieren die Verluste aus dem eigentlichen Geschäft, das genau die Konsumenten bedient, die dem Bier den Rücken kehren. Monster braut nicht gegen Anheuser-Busch. Monster braut gegen die eigene Kundschaft und gewinnt trotzdem.

Energy schlägt Ethanol. Die Frage ist nicht mehr, ob die Brauerei überlebt, sondern wie lange der Aktionär die Show finanziert.

Quelle: VinePair

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