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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-09-04 · 1 Min.

Kava und Kanna rücken nach

Der US-Markt für funktionale Alkohol-Alternativen sortiert sich neu, weil Hanf-THC regulatorisch wackelt.

Hanf-abgeleitetes THC war der Wachstumstreiber in der Kategorie »functional adult non-alcoholic«. Diese Position ist unsicher geworden, seit die bundesrechtliche Zukunft der Substanz offen steht. In die Lücke schieben sich zwei Pflanzen, die bisher am Rand standen. Kava aus dem Südpazifik sediert über GABA-Rezeptoren, Kanna aus dem südlichen Afrika wirkt serotonerg und anxiolytisch. Beide firmieren im Handel als »Entspannung ohne Alkohol«, was der bekannten Übersetzung von Pharmakologie in Lifestyle folgt.

Die Getränkeindustrie sucht ohnehin nach Wirkstoffen, die den sozialen Anlass tragen, ohne den regulatorischen Ärger von THC zu erben. Kava und Kanna sind rechtlich unauffälliger, weil sie in den USA nicht als kontrollierte Substanzen geführt werden. Das ist kein Gesundheitsurteil, sondern ein Status. Die Leberdiskussion um Kava ist nicht abgeschlossen, das Interaktionsprofil von Kanna mit SSRI ebenfalls nicht. In der Kategorie gilt trotzdem, was verkaufbar ist, gilt.

Wer den Alkohol aus dem Feierabend zieht, füllt die Lücke nicht mit Wasser. Er füllt sie mit dem, was gerade legal genug ist.

Quelle: BevNet

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