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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-07-28 · unter 1 Min.

Getränke werden zu Funktionen

Die Kategorie verliert an das Versprechen.

Was jemand trinkt, entscheidet sich laut einem neuen FMI-Report seltener am Regalschild. Es entscheidet sich am erwarteten Effekt. Hydration, Energie, Protein, Entspannung sind die Achsen, an denen sortiert wird, nicht mehr Softdrink, Saft, Wasser oder Kaffee.

Das verschiebt die Kaufsituation vom Sortiment zur Symptomsuche. Der Konsument tritt an das Regal wie an eine Apothekentheke, ohne Rezept, aber mit Beschwerdebild. Die Industrie liefert das Etikett dazu, weil das Etikett die eigentliche Ware ist.

Ein Getränk, das nichts verspricht, ist damit kein Getränk mehr, sondern eine Leerstelle. Wer nur Flüssigkeit verkauft, verkauft künftig gar nichts.

Quelle: BevNet

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