HELLMUTH · 2026-08-17 · 1 Min.
Functional Drinks vor der Beweispflicht
Der Markt für funktionale Getränke wächst schneller als die Evidenz, die ihn tragen soll.
Adaptogene, Nootropika, Elektrolyte, Kollagen, GABA, Ashwagandha. Die Regale füllen sich mit Versprechen, die eine Dosis Wirkstoff und eine Dosis Marketing kaum trennen. Beverage Daily fragt, was viele Käufer längst hätten fragen sollen: Halten die Health Claims der Kategorie einer Prüfung stand.
Die Antwort ist branchenweit die gleiche Ausflucht. Studien zu isolierten Wirkstoffen werden als Beleg für fertig formulierte Getränke ausgegeben, obwohl Dosis, Matrix und Verzehrgewohnheit nichts miteinander zu tun haben. Ein paar Milligramm L-Theanin in einer zuckerhaltigen Dose sind keine klinische Intervention, sondern eine Etikettenaussage. Die Regulatoren in EU und USA ziehen die Zügel an, während die Marken bereits die nächste Zutat mit vager Wellness-Konnotation ausrollen.
Wer Wirkung verkauft, muss Wirkung nachweisen. Sonst verkauft er Limonade mit Vokabelheft.
Quelle: Beverage Daily