HELLMUTH · 2026-07-15 · 1 Min.
Coca-Cola sichert sich »Spricy«
Der Konzern meldet eine Wortmarke an, die auf ein zweites Anlaufversuch mit scharfer Cola hindeutet.
Coca-Cola Spiced wurde 2024 nach knapp einem halben Jahr wieder aus dem Sortiment genommen. Der Versuch, mit Himbeere und einer Prise Schärfe eine dauerhafte Line-Extension zu etablieren, scheiterte am Regal. Jetzt liegt beim US-Markenamt eine Anmeldung für »Spricy«, ein Kofferwort aus spiced und spicy. Markenanmeldungen sind kein Produktversprechen, sondern Optionsschein. Der Konzern hält sich einen Namen frei, bevor irgendjemand sonst ihn besetzt. Bemerkenswert ist die Richtung. Während der Rest der Branche in Richtung funktional, adaptogen und alkoholfrei drängt, testet der Marktführer weiter das Reizprofil des Getränks selbst. Schärfe ist im Softdrink kein Geschmack, sondern ein Trigeminusreiz, also Schmerz mit Zuckerpuffer.
Wer sein Kerngetränk zur Chilifrage macht, hat den Zucker als Argument bereits verloren.
Quelle: Food Dive