Forschung · 2026-08-08 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Wenn Geometrie das Gehirn schreibt
Ein Preprint zeigt, dass neuronale Netze nur dann Hirnaktivität vorhersagen, wenn ihre Verdrahtung an räumliche Distanz gebunden ist.
Drei Klassen rekurrenter Netze wurden auf eine Arbeitsgedächtnis-Aufgabe trainiert, gestaffelt nach räumlicher Einschränkung. Nur die biophysikalische Variante, deren Konnektivität in die euklidische Geometrie zwischen Hirnregionen eingebettet ist, sagte fMRT-Muster korrekt voraus, ohne je damit trainiert worden zu sein. Die Dynamik dieser Netze ordnete sich entlang der sensomotorisch-assoziativen Achse, der bekannten Hauptachse kortikaler Hierarchie. Während die Netze die Aufgabe meisterten, wurde geometrische Struktur zuerst aufgebaut und danach teilweise gegen funktionale Flexibilität eingetauscht. Die Arbeit ist noch nicht peer-reviewed und stammt aus bioRxiv.
Geometrie ist keine Kulisse der Kognition, sondern deren Grammatik. Wer die Karte streicht, verliert das Territorium.
Quelle: bioRxiv Neuroscience