Forschung · 2026-08-08 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Sicherheitslernen ist keine leise Variante von Furchtlöschung
Ein Preprint aus der Rattenforschung trennt zwei neuronale Programme, die in der Angstforschung oft in einen Topf geworfen werden.
Furchtlöschung und Sicherheitslernen galten lange als zwei Seiten derselben Hemmung. Ein noch nicht begutachtetes Preprint auf bioRxiv widerspricht. Ratten, die einen Ton als aktives Sicherheitssignal gelernt hatten, unterdrückten ihr Erstarren auch dann, wenn der Ton in einem völlig neuen Bedrohungskontext auftauchte, während furchtkonditionierte Tiere im gesamten Umfeld erstarrten. Die Autoren zeigen per c-Fos-Markierung und Western Blot, dass Furcht die basolaterale und zentrale Amygdala samt NMDA-Rezeptoren hochfährt, Sicherheit dagegen einen anderen Kreis aus medialem präfrontalem Kortex und Amygdala rekrutiert.
Ein Sicherheitssignal ist keine Abwesenheit von Alarm. Es ist ein eigenes neuronales Kommando, das den Alarm überschreibt.
Quelle: bioRxiv Neuroscience