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Forschung · 2026-09-26 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Wasserkanal im Hirn gegen Huntington

Ein Preprint aus dem bioRxiv-Neurowissenschaftskanal setzt an einer Stelle an, die in der Huntington-Forschung bislang randständig war: der Müllabfuhr des Gehirns.

Huntington gilt als Aggregationskrankheit, in der sich mutiertes Huntingtin anhäuft und Neuronen zerstört. Die Autoren argumentieren, dass parallel dazu das glymphatische System versagt, weil der Wasserkanal Aquaporin-4 an den Gefäßen seine Position verliert. Sie injizierten präsymptomatischen zQ175-Mäusen im Alter von zwei Monaten einmalig ein AAV9-PHP.eB-Konstrukt, das die M1-Isoform von AQP4 wiederherstellt, und verfolgten die Tiere bis zum zwölften Monat mit Tracer-Studien, 11,7-Tesla-MRT, Neurofilament-Messung und Verhaltenstests. Der Befund: wiederhergestellte Kanalpolarisierung, verbesserter Abfluss, weniger Aggregate, mildere motorische Phänotypen. Wo bisher fast ausschließlich am Protein selbst geschraubt wurde, rückt hier die Entsorgungsinfrastruktur ins Zentrum.

Nicht das Gift entscheidet allein, sondern der Abfluss.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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