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Hellmuth

Forschung · 2026-09-25 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Migräne-Lichtscheu ohne Schmerzfühler

Ein Preprint aus der Mausforschung räumt eine naheliegende Erklärung für Photophobie ab.

Rund 80 Prozent aller Migränepatienten reagieren überempfindlich auf Licht, das zweithäufigste Symptom nach dem Kopfschmerz selbst. Ein bioRxiv-Preprint stellt einen neuen Verhaltenstest an Mäusen vor, der Lichtempfindlichkeit über Gesichtsgrimassen misst, ausgelöst durch drei etablierte Migräne-Trigger: CGRP, Stickstoffmonoxid-Donor und wiederholten Stress. Als die Forscher die TRPV1-tragenden Schmerzfühler mit Resiniferatoxin ausschalteten, blieb die Lichtüberempfindlichkeit bestehen. Die Nozizeptoren, die für den Migräne-Kopfschmerz zentral sind, tragen zur Photophobie also nichts bei. Weil es ein Preprint ohne Peer Review ist, gilt der Befund vorläufig, doch die Konsequenz ist klar: Wer Lichtscheu therapieren will, muss anderswo ansetzen.

Der Schmerz und die Blendung teilen sich die Krankheit, nicht die Leitung.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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