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Hellmuth

Forschung · 2026-08-05 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Vagusnerv-Stimulation gegen therapieresistente Depression, drei Jahre später

Ein implantierter Nervenstimulator zeigt in einer Preprint-Auswertung anhaltende Wirkung, wo Medikamente und Gespräche längst kapituliert haben.

Die RECOVER-Studie, bislang nur als medRxiv-Preprint und ohne Peer Review, verfolgte 436 Patienten mit ausgeprägt therapieresistenter Depression über bis zu 36 Monate unter Vagusnerv-Stimulation. Gemessen wurde nicht nur die Symptomlast, sondern auch Lebensqualität und Alltagsfunktion, also jene Dimensionen, an denen der klinische Erfolg gewöhnlich vorbeirauscht. Die Besserung, die in den ersten zwölf Monaten eintrat, hielt zwischen Monat zwölf und Monat 24 stabil und ließ auch bis Monat 36 nicht signifikant nach, obwohl beide Arme, früh und verzögert aktiviert, denselben Verlauf zeigten. Das ist bemerkenswert in einem Feld, in dem Ansprechraten üblicherweise gegen null tendieren und Rückfälle die Regel sind. Wo Pharmakologie nur die Chemie umlagert, verändert Elektrik den Kreislauf.

Depression, die auf nichts mehr hört, hört auf Strom. Der Umweg über den Vagusnerv ist die Kapitulation der Pharmakologie vor ihrer eigenen Zielarchitektur.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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