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Hellmuth

Forschung · 2026-09-19 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

TMS gegen Nikotinsucht bei Schizophrenie zielt neu

Ein Preprint verlegt den Stimulationspunkt vom präfrontalen Kortex ins Default Mode Network und meldet dort die Wirkung, die am alten Ziel ausblieb.

Menschen mit Schizophrenie rauchen häufiger und sterben früher an den Folgen, doch die Standard-TMS am linken dorsolateralen präfrontalen Kortex greift bei ihnen schlecht. Die noch nicht begutachtete Arbeit auf medRxiv testete an 63 Nikotinkonsumenten, davon 31 mit Schizophrenie, im randomisierten Cross-over zwei Ziele gegeneinander, den DLPFC und das Default Mode Network. Gemessen wurde die neuronale Reaktion auf Rauchreize per Bildgebung vor und nach der Stimulation, flankiert von Craving-Erhebungen. Das auf das DMN gerichtete Protokoll dämpfte die reizausgelöste Hirnaktivität, während das konventionelle Ziel bei der Schizophrenie-Gruppe weitgehend stumm blieb, was die Autoren als Beleg für einen schaltkreisbasierten Zugang lesen. Ob sich daraus tatsächlich weniger gerauchte Zigaretten ergeben, bleibt offen, denn gemessen wurde Hirnaktivität, nicht Konsum.

Das Nikotin sitzt bei diesen Patienten nicht im Willen, sondern in einem Ruhezustand des Gehirns. Wer die Sucht lösen will, muss den Leerlauf umverdrahten, nicht die Entscheidung.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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