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Hellmuth

Forschung · 2026-08-11 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Therapieresistente Schizophrenie hat eine eigene Genetik

Ein Viertel der Schizophrenie-Patienten spricht nicht auf Antipsychotika an, und die Ursache liegt offenbar jenseits des Dopaminsystems.

Ein Preprint auf medRxiv (nicht peer-reviewed) vergleicht erstmals ancestry-übergreifend die genetische Architektur therapieresistenter mit therapieresponsiver Schizophrenie, an einer Hongkonger Kohorte mit 798 und einer STRATA-G-Kohorte mit 1243 Patienten. Die Autoren kombinieren GWAS, transkriptomweite Assoziation und Polygen-Scores auf kuratierten synaptischen Signalwegen. Die Signale sammeln sich an der Synapse, nicht am Dopaminrezeptor, was mit der bekannten klinischen Erfahrung deckt, dass Dopamin-Antagonisten bei diesen Patienten wenig ausrichten. Wer die Resistenz allein aus dem Rezeptor erklären wollte, hat drei Jahrzehnte Pharmakologie an der falschen Stelle gebaut. Das Feld verwaltet damit ein biologisches Problem, dessen Achse es bislang gemieden hat.

Therapieresistenz ist keine Sonderform der Schizophrenie, sondern eine eigene Krankheit im selben Namen.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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