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Hellmuth

Forschung · 2026-07-20 · 1 Min.

Sucht hat eine gemeinsame Anatomie

Eine transdiagnostische Metaanalyse findet über Substanzen hinweg dieselben strukturellen Hirnveränderungen.

Bislang galt jede Sucht als eigener klinischer Fall, mit eigenem Substrat und eigener Karriere. Die im Juli 2026 in Human Brain Mapping publizierte Arbeit legt diese Trennung neben die Daten und stellt fest, dass sie dort nicht steht. Über Alkohol, Nikotin, Stimulanzien und Opioide hinweg zeigen sich konvergente Volumenminderungen in präfrontalen und insulären Regionen, also genau dort, wo Impulskontrolle und Interozeption verschaltet sind. Die Substanz variiert, während das anatomische Ergebnis, obwohl es die Kliniker in getrennte Kapitel sortieren, dasselbe bleibt. Damit rückt Sucht näher an eine einzige Erkrankung mit austauschbarem Vehikel.

Die Substanz ist das Kostüm. Der Schaden trägt immer dasselbe Gesicht.

Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1002/hbm.70551

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