Forschung · 2026-06-23 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Serotonin und das starre Denken
Eine Meta-Analyse sortiert, was drei Klassen serotonerger Eingriffe mit kognitiver Flexibilität und Grübeln anstellen.
Das Preprint auf medRxiv (nicht peer-reviewed) bündelt 45 Effektstärken aus Studien zu Tryptophan-Entzug, SSRI und klassischen Psychedelika, in Summe 2.030 Probanden. Tryptophan-Entzug, der die Serotonin-Verfügbarkeit akut senkt, beeinträchtigt die kognitive Flexibilität nicht signifikant. Damit fällt die seit Jahrzehnten gehätschelte Vorstellung in sich zusammen, weniger Serotonin mache automatisch starrer im Kopf. Was die Autoren für Psychedelika und SSRI gegen pathologisches Perseverieren berichten, ist im Anriss abgeschnitten und bleibt offen. Bemerkenswert ist, was der ATD-Befund erledigt, nicht was er bestätigt.
Die Serotonin-Hypothese der Rigidität war ein gut verkauftes Modell. Sie war auch zu einfach, um wahr zu sein.
Quelle: medRxiv Psychiatry