Forschung · 2026-09-23 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Schizophrenie schrumpft dort, wo Dopamin und Serotonin dicht sitzen
Eine Langzeitstudie ordnet subkortikalen Gewebeschwund bei Schizophrenie den Karten der Neurotransmitter zu, und die Deckung ist auffällig eng.
Ein noch nicht begutachteter Preprint auf medRxiv verfolgt 357 Ersterkrankte und 196 Kontrollen über bis zu zwanzig Jahre mit strukturellem MRT. Vermessen wurden Unterregionen von Thalamus, Hippocampus, Amygdala und Hirnstamm, gruppiert nach Ausgangsbefund und Verlauf. Die räumlichen Muster des Volumenverlusts wurden anschließend mit normativen Karten von Rezeptor- und Transporterdichten verrechnet. Die Schrumpfung fällt dort am deutlichsten aus, wo Dopamin- und Serotonin-Systeme normalerweise am dichtesten verdrahtet sind, während Symptomschwere und Verlauf regional variieren.
Die Krankheit frisst am liebsten dort, wo die Medikamente andocken sollen. Wer den Empfänger auflöst, muss sich nicht wundern, wenn irgendwann niemand mehr abhebt.
Quelle: medRxiv Psychiatry