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Hellmuth

Forschung · 2026-10-06 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Schizophrenie-Befunde bündeln sich auf Insel, Mediofrontal und Sensomotorik

Eine große Bildgebungs-Metaanalyse verortet die strukturellen und funktionellen Auffälligkeiten der Schizophrenie an denselben kortikalen Knotenpunkten und bindet sie an Gliazellen, nicht an die jüngere Hirnevolution.

Das Autorenteam fasst in einem Preprint auf medRxiv 200 Studien mit 11.794 Erkrankten und 10.342 Kontrollen zusammen und integriert sieben Bildgebungsmodalitäten, von kortikaler Dicke und Gyrifizierung bis zu Blutfluss und Glukosestoffwechsel. Nach modalitätsweisen Meta-Analysen führt eine orthonormale nichtnegative Matrixfaktorisierung die Karten zusammen. Die Konvergenz landet auf insulären, mediofrontalen und sensomotorischen Arealen, also auf Regionen für Interozeption, Handlungssteuerung und körperliche Verankerung. Die resultierenden Komponenten korrelieren mit der Expression glialer Zelltypen, nicht mit Markern jüngerer menschlicher Kortexevolution. Peer Review steht aus, die Richtung ist dennoch deutlich.

Schizophrenie zeigt sich hier weniger als Krankheit des zuletzt Hinzugekommenen am Gehirn, mehr als Störung seiner Instandhaltung.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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