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Hellmuth

Forschung · 2026-07-17 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Rhythmus-Schwankung als Biomarker, oder nur ein Rechenfehler

Ein Preprint prüft, ob die Streuung von Ruhe-Aktivitäts-Rhythmen bei bipolarer Störung wirklich eigenständige Information über Krankheitsphasen trägt.

Aktigraphie liefert seit Jahren zwei Kennzahlen pro Woche, den Mittelwert der täglichen Rhythmusmerkmale und deren Streuung. Beide werden mit Manie und Depression assoziiert, doch in schiefen Verteilungen sind Mittelwert und Streuung mathematisch aneinander gekoppelt, was den Zusammenhang zum Artefakt machen kann. Das Team um die Autorengruppe analysierte 72 Verläufe aus einer Längsschnittkohorte, extrahierte 22 Rhythmusmerkmale und wandte varianzstabilisierende Transformationen an, um die Kopplung herauszurechnen. Die im Anriss offen bleibende Frage, was von der Streuung nach dieser Korrektur übrig ist, entscheidet darüber, ob ein ganzes Feld klinischer Aktigraphiestudien auf Sand steht. Solange das Ergebnis nicht peer-reviewed ist, bleibt es Warnung, keine Widerlegung.

Ein Biomarker, der ohne Statistikkorrektur glänzt, ist ein Rechenweg, kein Befund.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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