Forschung · 2026-07-18 · unter 1 Min.
Reelin, Immunaktivierung, Cannabis
Ein Mausmodell verknüpft pränatalen Immunstress und pubertäres THC zu einem messbaren Schaden im Reelin-System.
Reelin steuert die Reifung kortikaler Netzwerke und fehlt bei Schizophrenie-Patienten auffällig häufig. Die Arbeit kombiniert zwei Treffer: eine maternale Immunaktivierung im Mutterleib, gefolgt von Δ9-THC-Gabe nach der Geburt. Erst die Kombination zerlegt das Reelin-Signaling, während ein einzelner Hit die Signatur nicht erzeugt. Damit rutscht Cannabis in der Adoleszenz aus der Kategorie »Auslöser bei Veranlagung« in die Rolle des zweiten Schalters, der eine vorbereitete Schaltung endgültig umlegt. Was in Humanstudien als Korrelation firmierte, bekommt einen Mechanismus im Gewebe.
Der verletzliche Kopf braucht keinen Sturm. Ein zweiter Windstoß genügt.
Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1038/s41398-026-04282-1