News
Hellmuth

Forschung · 2026-07-20 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Psilocybin ohne Trip

Ein Phase-1-Preprint testet, ob die therapeutische Pharmakologie von Psilocybin unterhalb der Halluzinationsschwelle beginnt.

Psilocybin gilt als psychiatrische Hoffnung, doch die üblichen zehn bis fünfundzwanzig Milligramm zwingen zur klinischen Aufsicht und blockieren jede Skalierung. Sechsundfünfzig Gesunde erhielten in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Dosiseskalation Einzeldosen zwischen 0,5 und 4,0 Milligramm oder Placebo, geprüft von einem Sicherheitskomitee. Keine schweren Ereignisse, keine Abbrüche, häufigste Nebenwirkung war Schläfrigkeit auf Placebo-Niveau. Plasma-Psilocin stieg dosisproportional binnen einer Stunde und fiel mit kurzer Halbwertszeit wieder ab, während subjektive Wirkungen zwar dosisabhängig auftraten, unterhalb der klassischen Trip-Schwelle blieben. Der Befund ist ein Preprint ohne Peer Review, und was fehlt, ist genau der Teil, der die Skalierungsfantasie tragen müsste: ein Wirksamkeitssignal bei Patienten.

Wer die Vision aus der Droge herausrechnet, verkauft am Ende kein Psychedelikum mehr, sondern einen SSRI mit besserer Presse.

Quelle: medRxiv Psychiatry

← Alle Meldungen