Forschung · 2026-08-28 · unter 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Oxytocin-Spray verschiebt Netzwerke, nicht Symptome
Ein Preprint auf medRxiv testet, ob intranasales Oxytocin bei autistischen Männern jenes Hirnnetz moduliert, das im Tiermodell für soziales Verhalten zuständig ist.
Die Autoren übertragen erstmals das aus Nagerstudien bekannte Social Salience Network auf ein humanes Atlas-Modell und werten damit rückwirkend fMRT-Ruhedaten einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an erwachsenen autistischen Männern aus. Gemessen wurde die funktionelle Konnektivität zwischen den Regionen des Netzes, vor und nach Gabe des Sprays, korreliert mit Speichel-Oxytocin und sozialen Merkmalen. Ergebnis laut Abstract: Subnetz-Effekte auf die Konnektivität, während der klinische Nutzen in bisherigen Humanstudien uneinheitlich bleibt. Ein biologisches Signal ohne robusten Verhaltenseffekt ist in der Oxytocin-Forschung inzwischen der Normalfall, nicht die Ausnahme, und dieses Preprint ist noch nicht begutachtet.
Was im Scanner leuchtet, muss im Leben nichts bewegen.
Quelle: medRxiv Psychiatry