Forschung · 2026-07-04 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed
Oxytocin plus Achtsamkeit gegen Negativsymptome
Ein Berliner Pilotversuch koppelt das Bindungshormon an Gruppentherapie, weil Oxytocin allein je nach sozialem Kontext hilft oder schadet.
Negativsymptome der Schizophrenie, also Antriebsarmut, sozialer Rückzug, emotionale Verflachung, gelten als therapeutischer Restposten der Psychiatrie. Ein Preprint auf medRxiv, also noch ohne Peer Review, testet an 47 Betroffenen intranasales Oxytocin gegen Placebo, jeweils verabreicht vor vier Sitzungen achtsamkeitsbasierter Gruppentherapie. Die Verblindung dreifach, das Design randomisiert, die Abbrecherquote knapp fünfzehn Prozent, ein Fall möglicherweise therapiebedingt. Die Autoren, die den Wirkstoff an einen wohlwollenden sozialen Rahmen koppeln, folgen der social-salience-Hypothese, wonach Oxytocin verstärkt, was ohnehin im Raum ist. Ergebniszahlen liefert der öffentliche Anriss nicht.
Was als Hormon der Nähe firmiert, wirkt nur, wenn Nähe schon da ist. Ohne Kontext ist es Nasenspray.
Quelle: medRxiv Psychiatry