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Hellmuth

Forschung · 2026-08-13 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Nova-Protokoll dokumentiert das Trauma vom 7. Oktober prospektiv

Ein israelisches Preprint kartiert Überlebende des Nova-Festival-Angriffs über 24 Monate, viele davon während des Massakers unter Psychedelika.

Der Angriff vom 7. Oktober 2023 traf das Nova-Rave nahe der Gaza-Grenze mit über 370 getöteten Besuchern, ein zivilverdichtetes Zeitfenster, das die Traumaforschung selten geschenkt bekommt. Das noch nicht begutachtete medRxiv-Preprint beschreibt Rationale und Methodik einer multimodalen Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten bis rund zwei Jahre nach dem Ereignis, ergänzt um eine soziokulturelle Vergleichsgruppe. Weil viele Überlebende während der Bedrohung akut unter MDMA, LSD oder Psilocybin standen, entsteht ein naturalistisches Quasi-Experiment zur Frage, wie serotonerge Substanzen die Konsolidierung eines lebensbedrohlichen Gedächtnisses formen. Klinische Onlineerhebungen werden mit Bildgebung, Biomarkern und digitalem Phänotyping verschränkt, was das Design methodisch anspruchsvoll macht, ohne die üblichen Selektionsprobleme retrospektiver PTBS-Kohorten aufzulösen. Die eigentliche Prüfung folgt erst mit den Ergebniswellen und dem Peer Review.

Was die Psychedelikaforschung sonst in kontrollierten Sitzungen sucht, hat die Wirklichkeit hier vor der Fragestellung geliefert. Die Antwort wird unbequemer ausfallen als das Studiendesign.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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