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Hellmuth

Forschung · 2026-07-07 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

NAC dämpft Kynurensäure-Anstieg bei Schizophrenie

Ein antioxidatives Aminosäure-Derivat greift dort ein, wo klassische Antipsychotika stumpf bleiben.

Der Kynurenin-Stoffwechsel gilt seit Jahren als heimlicher Mitspieler in der Schizophrenie, weil sein Metabolit Kynurensäure glutamaterge Übertragung blockiert und mit kognitiven Defiziten korreliert. Ein Preprint auf medRxiv (nicht peer-reviewed) prüft nun im doppelblinden Crossover an 58 Betroffenen, ob N-Acetylcystein die durch eine Tryptophan-Ladung ausgelöste Kynurensäure-Bildung bremst. Nach Vorbehandlung mit bis zu 15 Gramm NAC stieg Kynurensäure im Serum signifikant weniger stark an als unter Placebo (p=0,002), und die Zunahme der Hirndurchblutung in der weißen Substanz fiel ebenfalls geringer aus. Klinische und kognitive Endpunkte werden im Abstract nicht ausgewiesen, was den Befund auf Biomarker-Ebene festnagelt. Ein billiges Hustenlöser-Molekül greift einen Signalweg an, den die Pharmaindustrie seit drei Jahrzehnten umkreist, ohne ihn zu treffen.

Wer sein Antipsychotikum patentieren will, sucht keine Substanz, die im Supermarkt liegt. Genau darum bleibt Kynurensäure Randthema.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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