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Hellmuth

Forschung · 2026-07-21 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Kindheitstrauma und Psychose, die Zwischenglieder werden sichtbar

Eine Meta-Analyse benennt, worüber frühe Belastung ins Psychotische kippt, und macht daraus behandelbare Ziele.

Dass Kindheitswidrigkeit zu den robustesten Risikofaktoren für psychotische Störungen gehört, ist Konsens. Offen war lange, welche Mechanismen dazwischenliegen. Ein noch nicht begutachtetes Preprint auf medRxiv wertet 117 Studien aus und rechnet für jede Vermittlerfamilie den Anteil am Gesamteffekt aus, überwiegend an psychologischen Konstrukten, nur zwölf Arbeiten prüften biologische Pfade. An der Spitze stehen Dissoziation mit 49 Prozent, psychosoziale Belastungen mit 45 und negative Selbstschemata mit knapp 38 Prozent, was das Feld vom Ätiologie-Nebel hin zu adressierbaren Angriffspunkten verschiebt. Bemerkenswerter als die Rangfolge ist die Schieflage des Materials selbst, denn wer fast nur Psychologisches misst, findet fast nur Psychologisches.

Mediatoren sind kein Ersatz für Ursachen, sondern die Stelle, an der Therapie ansetzen kann.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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