Forschung · 2026-07-24 · 1 Min.
Gaming, Gras, Psychose
Ein Fallbericht aus den BMJ Case Reports koppelt Internet Gaming Disorder und chronischen Cannabiskonsum an eine psychotische Depression mit Suizidalität.
Der Fall steht in einer Reihe klinischer Berichte, die das Trio Bildschirm, THC und affektiver Zusammenbruch nicht mehr als Zufall behandeln. Dokumentiert wird ein Patient, bei dem exzessives Spielen und dauerhafter Cannabiskonsum in eine psychotische Episode mit Wahn und Suizidgedanken münden. Die Kasuistik liefert kein Kausalitätsurteil, weil sie das methodisch nicht kann, aber sie sortiert Symptome, die im ambulanten Alltag als getrennte Diagnosen laufen. Interessant ist weniger die Psychose selbst, deren Verbindung zu hochpotentem THC seit Jahren belegt ist, als das Ernstnehmen des Gamings als eigenständiger Belastungsfaktor neben der Substanz. Damit rückt eine Konstellation in den Blick, die Hausärzte bislang als Jugendphase abtun.
Wo das Belohnungssystem doppelt bedient wird, verlernt es, ohne Bedienung zu funktionieren.
Quelle: PubMed E-Utilities · DOI: 10.1136/bcr-2026-272917