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Hellmuth

Forschung · 2026-10-12 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Ein Transporter rettet Axone vor dem Selbstmordprogramm

Axondegeneration galt als Folge eines Enzyms, das NAD+ im Zytosol zerstört; ein neues Preprint verschiebt den Tatort in die Mitochondrien.

SARM1 ist das Enzym, das Nervenfasern bei Verletzung oder Neuropathie planmäßig abbaut, indem es NAD+ spaltet. Bislang galt der zytosolische NAD+-Verlust als tödliche Läsion, weil SARM1 außerhalb der Mitochondrien sitzt. Die Autoren zeigen im Preprint auf bioRxiv (nicht peer-reviewed), dass die Aktivierung NAD+ und ATP in beiden Kompartimenten gleichzeitig kollabieren lässt, worauf sich eine gekoppelte Stoffwechselkrise als eigentliche Ursache abzeichnet. Verstärkt man den mitochondrialen NAD+-Importer SLC25A51, bleibt die Mitochondrienfunktion erhalten, die Glykolyse läuft weiter, Axontod und Neuronenverlust verzögern sich, obwohl SARM1 ungebremst weiterarbeitet; eine AAV-vermittelte Variante zeigt den Effekt auch in einem chronischen Neuropathiemodell. Damit rückt die Intervention vom Täter weg zum Opfer, von der Blockade des Enzyms zur Stärkung des Energiesystems.

Wer das Messer nicht wegnehmen kann, härtet die Haut.

Quelle: bioRxiv Neuroscience

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