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Hellmuth

Forschung · 2026-09-03 · 1 Min. Preprint, nicht peer-reviewed

Das Ich im EEG der Bipolaren

Ein Preprint auf medRxiv misst, wie das Gehirn zwischen »mir« und »nicht mir« unterscheidet, und findet bei bipolaren Patienten eine flachere Grenze.

Bipolare Störung gilt zwischen den Episoden als abgeklungen, obwohl kognitive und soziale Defizite bleiben. Ein Team hat 28 Patienten (Typ I oder II) und 28 gematchte Kontrollen per EEG untersucht, während beide eine emotional neutrale Farbaufgabe lösten, einmal mit Bezug auf sich selbst, einmal auf einen Fremden. Bei Kontrollen zeigten sich zwischen 337 und 946 Millisekunden nach dem Reiz deutlich höhere späte Potentiale und eine klare Trennung von Selbst- und Fremdbezug; bei den Patienten war beides gedämpft. Die zeitliche Generalisierung des Decodings ergab, dass sich das Selbstsignal bei Bipolaren über längere Zeitfenster hinweg ähnlich verhält, statt sich schärfer abzugrenzen. Das Preprint ist nicht begutachtet, doch der Befund legt nahe, dass die Trennschärfe zwischen Ich und Nicht-Ich neuronal weicher wird, auch wenn der Patient klinisch als stabil geführt wird.

Euthymie ist ein Verwaltungsbegriff, kein Zustand. Das Gehirn wusste es die ganze Zeit.

Quelle: medRxiv Psychiatry

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